„An Wundern ist niemals Mangel in der Welt“ (Gilbert Keith Chesterton)

Gedankenimpulse von Corinna Fleckenstein
8. Dezember 2019

Winterzeit, Weihnachtszeit – Zeit der Wunder, der Stille, des Licht… In der kalten grauen Jahreszeit kämpfen manche Menschen mit der fehlenden Sonne, dem Licht und der Wärme. Dunkle Gedanken machen sich breit, Müdigkeit, Sehnsucht nach Schlaf, manchmal fehlt die Motivation und man kommt gar nicht so richtig in die Gänge.
Jahreszeitlich bedingte depressive Verstimmungen sind weit verbreitet und gute Ratschläge sind manchmal nicht das was Betroffene unbedingt erwarten.

Wer in einer depressiven Phase fest hängt, hat oft das Gefühl, nicht wieder heraus zu kommen. Die Zeit zieht sich wahrlich wie Kaugummi und Hoffnungslosigkeit kann sich breit machen. „Da müsste schon ein Wunder passieren, dass ich wieder lachen kann“ sagte mir neulich ein Klient.

In Beratung und Therapie arbeite ich mit verschiedenen Methoden, um die Freude wieder erlebbar und spürbar zu machen. Unter anderem gibt es aus der systemischen Therapie die „Wunderfrage“. Eine Fragetechnik, die dazu führt, die eigene individuelle Lösungssicht des Klienten erfahrbar zu machen und als realistisch umsetzbar zu sehen. Die Eigenmotivation wird dadurch verbessert, das Selbstbewusstsein gestärkt und die eigene Handlungskompetenz erweitert. Das „Wunderglas“ ist eine praktische Methode positive Erlebnisse zu sammeln und sichtbar zu machen. Mit Achtsamkeitsbasierten Methoden, die leicht im Alltag anwendbar sind können die negativen Gedanken und Gefühle leichter bewusst gemacht werden und Bewusstheit schafft den ersten Schritt zur Veränderung. In wundersamer Weise gelangt man so Schritt für Schritt wieder in eine Balance, die Freude empfinden lässt und Kraft und Mut gibt, schwierige Phasen zu meistern.

Ich wünsche Ihnen eine wundervolle Woche

Corinna Fleckenstein